Transkription
Und damit weiter nach Kiev zu Christoph Wanner.
Christoph jetzt gibt es also das Rohstoffabkommen mit den USA.
Vorangegangen war ein Streit zwischen Selenski und Trump.
Jetzt konnte Selenski noch mal nachverhandeln.
Hat er einen guten Deal gemacht?
Also meine persönliche Meinung ist dass das auch für Selenski, wahrscheinlich werden sich jetzt manche festhalten, ein guter Deal ist.
Und zwar weil er dadurch die USA auf seiner Seite hat.
Dieser rohstoff Deal hat für Trump größte Bedeutung.
Er will einfach Kompensationszahlungen für die bereits geleistete Hilfe an die Ukraine und für die Hilfe die noch kommt.
Und da will Trump Milliarden rausziehen aus den Rohstoffen hier.
Und argumentiert auch so dass die amerikanischen Steuerzahler ihre Gelder zurückbekommen werden und noch etwas drauf bekommen werden.
das hat für Donald Trump größte Relevanz.
Wenn sich Selenski da jetzt weigern sollte weiter, wenn er auf stur schaltet dann wird das Übelste Konsequenzen für die Ukraine haben.
Ich muss das so sagen das hat der ukrainische Präsident verstanden und hat akzeptiert das schlucken zu müssen.
Und damit wird er sicherlich Donald Trump besämftigen.
Damit kann er weiter auf Waffenlieferungen hoffen und auch auf weitere Kooperation mit den USA.
Das ist meine Meinung.
Die bittere Pille ist natürlich dass Donald Trump hier keine Sicherheit garantien geben will im Zusammenhang mit diesem rohstoffabkommen.
Auch das muss Selenski akzeptieren.
Aber ich denke wenn die USA erstmal wirklich finanzielles Interesse in der Ukraine haben Rohstoffe Ausbeuten dann werden sie da auch präsent sein hier.
Und werden dafür sorgen dass es nach einem möglichen Friedensabkommen nicht gleich wieder losgeht.
Das ist muss ich sagen meine persönliche Sicht der Dinge.
Ja dann lass uns gleich mal bei diesem Friedensabkommen bleiben. Es heißt jetzt von US-Präsident Trump Putin würde dann potenzielle europäische Friedenstruppen akzeptieren.
Wie sind deine Infos dazu?
Ja das werden die Russen stand jetzt nicht tun.
Sie werden keine europäischen Friedenssoldaten in der Ukraine nach einem Waffenstillstand akzeptieren.
Das hat heute noch mal der russische Außenminister Sergei Lavrov betont.
Und die Argumentation der Russen diesbezüglich geht immer folgendermaßen:
Es gab bisher fünf NATO Osterweiterungsrunden zwischen 1999 und 2020.
Dann noch zwei NATO Nordweiterungen 2023 2024.
Und die NATO kommt immer näher ran an die russischen Grenzen.
Und da sind eben die Russen kategorisch dagegen.
Und wenn jetzt auch noch irgendwelche Friedenssoldaten der Europäer soll heißen der NATO in der Ukraine sind dann hätten sie ja bereits einen Fuß in der Tür.
Und das will Putin verhindern.
Ja und Lavrov hat sich auch zu möglichen Friedensplans Szenarien geäußert, die an Einfrieren des Krieges an den aktuellen frontverläufen vorsieht.
Was genau hat er gesagt?
Sergei Lavrov ist auch da dagegen.
Also die Russen wollen nicht dass der Krieg eingefroren wird und der Frontverlauf als Grenze genommen wird.
Und wie der russische Außenminister argumentiert hören wir uns jetzt an.
Erstens wird es sowas nicht geben.
Wir haben eine Verfassung die auf dem Willen des Volkes basiert. Und zweitens das was von der Ukraine übrig bleibt muss auch von rassistischen Gesetzen befreit werden.
Dort bleiben auch Menschen für die es einfacher ist Russisch zu sprechen.
Und die die Traditionen Vorfahren bewahren wollen. </>
Sergei lavrov, das heißt vor allem erstmal sein Chef Vladimir Putin, will also dass die vier Provinzen die die Russen 2022 am 30 September annektiert haben vollumfänglich in die Russische Föderation integriert werden.
also Saporischschja, Cherson, Donetzk und Lugansk.
Das große Problem immer aus russischer Sicht ist im Augenblick dass diese Provinzen nur zu einem Teil von Russland kontrolliert werden.
Und dass die Ukrainer sie räumen müssten und das machen die Ukrainer nicht.
Die Russen Kontrollieren von Lugansk 99% von Donetzk ca 70% Saporischschja und Cherson jeweils ca 72%.